Von Nadeln und Spritzen

Zur Vorbereitung auf die periphere Stammzellspende musste ich mir den Mobilisator spritzen. Am Anfang hat dies auch noch relativ gut funktioniert, ab Freitag Abend haben dann auch die Nebenwirkungen eingesetzt. Das ist ein sehr merkwürdiges Gefühl, wenn auf einmal die Knochen weh tun. Die größten Schmerzen waren im Beckenknochen und Rückenmuskulatur, da dort im Knochen die Stammzellen produziert werden. Wenn man sich nicht zu sehr in die falsche Richtung bewegt hat waren die Schmerzen aber gut erträglich, vor allem da ich mit Ibuflam gegenwirken konnte. Ab und zu lies sich ein Aufkommen pulsierender Schmerzwellen jedoch nicht verhindern. Ab Sonntag Morgen habe ich es dann nicht mehr geschafft, mich selbst zu spritzen, da die Schmerzen und erwarteten Schmerzen beim Injizieren einen irgendwie behindern. Man will es tun, aber kann es nicht. Die nächsten Spritzen bis ich im Spendezentrum war hat mir dann meine Mutter gesetzt.

Die eigentliche Entnahme der Stammzellen war relativ entspannt. Klar man bekommt eine große Nadel in den Arm, damit das Blut abgeführt werden kann und darf sich dann bis zu fünf Stunden kaum bewegen, damit alles an seinem Platz bleibt. Die zweite Nadel wurde aber durch einen Schlauch zur Rückführung ersetzt, sodass ich zumindest mit einer Hand etwas tun konnte. So habe ich dann mein Buch zu Ende gelesen dank eBook-Reader.

Am Montag lag meine Stammzellzahl bei etwa 28, ein noch relativ niedriger Wert. Nach den fünf Stunden konnte so immerhin 87% erreicht werden. Somit musste ich allerdings weitere Mobilisierungsspritzen bekommen und am Dienstag noch einmal für etwas mehr als zwei Stunden spenden. Am zweiten Spendetag lag meine Stammzellzahl dann bei rund 40. An diesem Tag wäre ich also mit einer Spende ausgekommen. Aber das ist leider nur schwer vorhersehbar, wie sich die Anzahl an Stammzellen entwickelt und wann der Zenit erreicht ist. Insgesamt fühlte ich mich in der Spenderzentrale des DRK in Ratingen aber sehr gut aufgehoben und betreut. Ich würde jederzeit wieder spenden, um jemandem bei seinem Kampf gegen Leukämie zu helfen. Eventuell werde ich in den nächsten Wochen und Monaten auch erneut für den gleichen Patienten kontaktiert, wenn erneut Stammzellen benötigt werden oder andere Blutbestandteile wie etwa Leukozyten, falls der Empfänger durch meine Stammzellen meine Blutgruppe annehmen sollte.

Nur etwa einer von zehn registrierten Spendern wird übrigens überhaupt für eine Spende und HLA-Ablgeich kontaktiert. Zu einer tatsächlichen Spende kommt es nur bei etwa 1%, und dennoch wird mittlerweile in 70% der Fälle innerhalb von drei Monaten ein Spender gefunden. Im Zentrum in Ratingen werden jede Woche 4-6 Stammzellspenden durchgeführt. Die Chancen zur Heilung stehen derzeit also doch relativ gut, sodass für die Spende die Altersgrenze aktuell bei etwa 40 Jahren liegt.

Seit gestern bin ich wieder in Trier und die Nebenwirkungen sind 2-3 Tage nach der letzten Spritze kaum noch zu spüren. Somit kehre ich nun auch wieder zum Alltag zurück.

Die Mobilisierung hat begonnen

Heute beginnt die Mobilisierung meiner Stammzellen, die erste Dosis habe ich mir heute morgen subkutan injiziert. Am Anfang kostet es ein wenig Überwindung sich mit der Nadel ins Bauchfett zu stechen, aber die Nadel ist dünn und kurz, kaum zu spüren. Bin mal gespannt, ab wann die Nebenwirkungen mit Muskel- und Knochenschmerzen einsetzen.

Vom Empfänger meiner Stammzellen habe ich nichts weiter mitgeteilt bekommen. Deshalb gehe ich davon aus, dass er stabil genug für die Transfusion in wenigen Tagen ist.

Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an meinen Arbeitgeber, der mir für den Tag der Spende Sonderurlaub gewährt hat. Aber auch von vielen anderen Menschen erfahre ich viel Unterstützung sage danke. Dabei hatte ich nur wahnsinnig viel Zufall, dass ich für einen erkrankten Menschen über die HLA-Merkmale kompatibel bin 🙂

Helena ist da!

Poseidon begutachtet den Neuankömmling.

Poseidon begutachtet den Neuankömmling.

Seit Mitte September haben wir eine neue Schildkröte angeschafft. Helena ist genauso wie Poseidon eine Testudo Hermanni Boettgeri, bereits zwei Jahre alt und wiegt rund 70g. Jetzt wuseln die beiden zusammen durch das Freigehege im Garten.

hammerbeat

7. September 2016

Heute bekam ich den Anruf vom Spendezentrum, dass meine Stammzellspende um zwei Wochen auf den 26.09. verschoben werden muss. Leider ist der Empfänger noch nicht stabil genug, um die Stammzellen zu erhalten. Ich hoffe, dass es dem Patienten bis dahin wieder besser geht – immerhin wird die Chemo schon angefangen haben :-/

Bis dahin muss ich wieder einige Termine neu organisieren und werde wegen der medikamentösen Nebenwirkungen wohl nicht an der American Round am 25.09. in Düsseldorf teilnehmen können. Aber das ist trotzdem noch ein geringer Preis und ich hoffe, dass es dann Ende September alles klappt.

Das Stammzellspender Starter Kit!

Vergangenen Dienstag war ich in Ratingen beim Blutspende-Zentrum des Deutschen Roten Kreuz zur letzten Voruntersuchung zur Stammzellspende. Dabei wurde meine Spendentauglichkeit festgestellt und die Freigabe erteilt. Jetzt beginnt beim Leukämie-Patienten die Chemo-Therapie und ich habe mein Starter Kit erhalten mit dem Wirkstoff zur Vorbereitung auf die periphere Stammzellspende.

Stammzellspender Starter Kit

Ab dem 09.09. muss ich mir dann morgens und abends das Medikament spritzen. Ob das gut geht? Die erwarteten Nebenwirkungen sind grippeartige Symptome – aber dafür kann ich hoffentlich einem anderen Menschen dabei unterstützen seine Leukämie zu besiegen!

Ein nettes Zitat von Channing Walton über die tägliche Arbeit von Entwicklern mit Nicht-Entwicklern:

How do I explain to non-programmers how complex, time-consuming, and error-prone software development is?

Ask them to describe the steps needed to make a cup of tea, they will say something like:

  1. boil water
  2. put tea in a pot
  3. when the water is boiled pour it into the pot
  4. wait 5 mins
  5. pour the tea into cups
  6. add milk
  7. drink

Now the fun begins. You need to start asking these kinds of questions:

Boiling water?

  • where is the water coming from
  • where is the kettle
  • how do you get the water into the kettle
  • how do you know how much water to put into the kettle
  • what if there is no water/kettle/electricity?
  • what if your fill sensor fails?
  • what if your boiling sensor fails

Put tea in pot?

  • where’s the pot, what if there isn’t one? should we have thought of that before boiling the water?
  • where is the tea, which kind of tea? should we have asked first, perhaps we shouldn’t have started this if we don’t have the right tea?
  • similar questions about filling and sensors

Pouring boiling water?

  • are you sure it’s boiling? how can you make sure that the machine doing the pouring got the right ‚done‘ signal from the kettle?
  • How do you make sure that the machine pourer knows where the pot is?
  • What if the pot tips over during pouring?
  • etc.

And so on – you can go on for hours. They will get bored and say „yes but this level of detail is silly“, you can sagely smile and say „exactly“.

ps. after all that tell them the customer actually wanted coffee to go with an extra shot and not a Japanese tea ceremony – surely you should have known that, wasn’t it obvious from the requirements?

Quelle: https://www.quora.com/How-do-I-explain-to-non-programmers-how-complex-time-consuming-and-error-prone-software-development-is/answer/Channing-Walton-1

Ich werde Stammzellspender!

Vor ein paar Monaten wurde ich von der Westdeutschen Spenderzentrale kontaktiert und gebeten den Bestätigungstest Confirmatory Typing für den Abgleich der HLA-Merkmale mit einem Blutkrebs-Patienten durchzuführen. Wenige Wochen später erhielt ich die Bestätigung, dass ich als Spender in Frage komme, der Patient oder die Patientin jedoch noch nicht für die Transplantation bereit ist.

Gestern erhielt ich jedoch dann den Anruf, dass eine Transplantation nun möglich ist. Bereits in anderthalb Wochen habe ich einen Termin zur letzten Voruntersuchung und Spenderfreigabe, Mitte September erfolgt dann die periphere Blutstammzellspende beim Deutschen Roten Kreuz in Ratingen.

An den vier Tagen vor der Spende bekomme ich G-CSF verabreicht, damit die Stammzellen im Blut angereichert werden. Bei der eigentlichen Spende werden dann die Stammzellen aus dem Blut gefiltert (ähnlich wie bei der Dialyse). Ich hoffe damit einem Menschen im Kampf gegen die Leukämie zu unterstützen und ein ’normales‘ Leben zu ermöglichen.

Say when! kommt zurück

Gute Neuigkeiten für alle Battlefield-Gamer: Das allseits beliebte Mini-Spiel Say when! kommt zurück! Bisher sind immer noch nur wenige Details über die Klassen und deren Equipments bekannt, vor allem aber haben die Videos der Alpha haben gezeigt, dass die Auswahl des Loadouts nicht gerade zu Say when! einlädt. Daher habe ich beschlossen für das Mini-Spiel eine kleine WebApp zu entwickeln. Für die Funktionalität komme ich wohl mit JavaScript Vanilla aus, für das Layout kommt wieder Twitter Bootstrap zum Einsatz. Primär werden Carousel verwendet um das Loadout anzuzeigen bzw. ändern zu können.

Die WepApp ist verfügbar unter: http://saywhen.hammerbeat.de/

Das Projekt liegt auf Github: https://github.com/hammerbeat/SayWhen

Die Perseiden kommen im August!

In der Nacht vom 11. auf den 12. August ist der Meteoritenschwarm der Perseiden am Himmel zu sehen. Dieses Jahr wird vermutlich mit 160 Sternschnuppen pro Stunde deutlich mehr zu sehen sein als sonst üblich. Wenn das Wetter mitspielt werde ich mich vielleicht von 23 bis 4 Uhr nachts auf die Lauer legen und das Spektakel filmen!